Leistung

Kieferorthopädie

…. ist ein Spezialgebiet der Zahnmedizin, das sich mit Zahnstellungen, dem Kieferzusammenbiss und der Kiefergelenkfunktion beschäftigt. Man kann zwischen einer abnehmbaren Behandlung im frühen Kindesalter und einer Behandlung mit einer nicht abnehmbaren Zahnspange im Jugend- sowie Erwachsenenalter unterscheiden.

Für Kinder im Milch- und Wechselgebiss

Besonders für unsere kleinen Patienten im Alter von 6-14 Jahren lohnt sich ein Besuch, um rechtzeitig zu erkennen ob und wann eine Behandlung empfehlenswert wäre. Mehr als die Hälfte der Kinder müssen wegen Zahnfehlstellungen kieferorthopädisch behandelt werden. Verantwortlich dafür sind Lutschen, Saugen an der Lippe, Mundatmung durch verlegte Atemwege, eine falsche Zungenlage oder falsches Schlucken. Mit Hilfe herausnehmbarer Zahnspangen können wir das körpereigene Wachstum sanft beeinflussen und Fehlstellungen gleich zu Beginn korrigieren oder verhindern, um den bleibenden Zähnen optimale Voraussetzungen zu schaffen.  Die Behandlungsdauer liegt hier bei einem Jahr.

Für Jugendliche und Erwachsene

Bei der festsitzenden Behandlung handelt es sich um eine nicht abnehmbare Zahnspange, die mittels Brackets an den eigenen Zähnen befestigt wird. In der Regel liegt hier die Behandlungsdauer zwischen 1-3 Jahren. Abhängig von Alter und Sozialversicherung kann je nach Grad der Fehlstellung ein Zuschuss beantragt werden

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Wir lernen uns bei einem Beratungsgespräch kennen und analysieren ausführlich die Zahn- und Kieferfehlstellung

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Mit Röntgen, Fotos und Modellen erstellen wir einen Behandlungsplan, den wir mit Ihnen besprechen

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Ab Beginn der Behandlung sehen wir uns monatlich bis zum gewünschten Ergebnis

Mit der SATO-Technik haben wir uns auf eine besondere Art der kieferortopädischen Behandlung spezialisiert. Die von Univ. Prof. Sadao Sato (Universität Yokosuka/JP) entwickelte Technik, ermöglicht es uns problematische Fehlbisse und Verlagerungen konservativ, d.h. ohne Chirurgie, zu behandeln.

Sie ist besonders geeignet für:

  • Den frontoffenen Biss
  • Die Progenie = der verkehrte Überbiss
  • Die Rücklage
  • Kiefergelenksbeschwerden
  • Therapie von muskulären Verspannungen

 

Bei dieser Art der Behandlung werden dem Patienten individuell Bögen mit sog. „Loops“ (Schlaufen) angefertigt, in die Kippungen und Stufen eingearbeitet werden. Es besteht dadurch sowohl die Möglichkeit jeden einzelnen Zahn individuell zu versetzen als auch Einfluss auf die Neigung der Kauebene im Schädel durch Stufenbiegungen zu nehmen. Daraus ergibt sich die Möglichkeit die Lage der Kiefer zueinander zu korrigieren. Durch die individuelle Anpassung der Bögen wird in vielen Fällen eine kürzere Behandlungszeit erzielt.

Sato ging von der Theorie aus, dass ein Platzmangel im Zahnbogen wesentlich durch die Anlage von Weisheitszähnen verschärft wird, weil der Zahnbogen des heutigen Menschen, für die im Laufe der Evolution immer noch gleiche Zahnanzahl zu klein geworden ist. Es baut sich somit von den Backenzähnen ausgehend nach vorne im Laufe des Wachstums ein Engstand auf. Aus diesem Grund werden die Weisheitszähne oft frühzeitig entfernt, bevor sie eine Verlagerung von Zähnen und ein Verschieben des Bisses hervorrufen.

Müssen Zähne gezogen werden?

Die kleinen Backenzähne – Prämolaren – 4er werden nicht gezogen, da sie eine wichtige Rolle bei der Steuerung der Bewegung des Unterkiefers spielen und weil sie nicht Ursache des Engstandes sind. Sie helfen die Frontzähne über eine Stabilisierung des Unterkiefers zu entlasten und schützen diese somit vor verstärktem Abrieb.Außerdem würde es zu einer Einengung im Bereich der vorderen Mundhöhle kommen, was immer wieder zu Schluckbeschwerden, Sprachfehlern und verstärkt in späteren Jahren zu Kiefergelenksproblemen und muskulären Verspannungen führt.