Mütter - Schwangerschaft

Durch die hormonelle Umstellung im Laufe der Schwangerschaft auf. Die Mundschleimhaut ist die Schleimhaut verletzlicher, sensibler, verstärkt durchblutet. Bei Problemen mit der Verdauung, bei häufigem Erbrechen am Beginn der Schwangerschaft, wird das bakterielle Milieu verschoben. Dies äußert sich in geschwollenem, gerötetem, leicht blutendem Zahnfleisch. Falls sich auch noch Mundgeruch bemerkbar macht ist Eile geboten. Keime können auf dem Blutweg zum Ungeborenen gelangen und sowohl verantwortlich für Mindergewicht als auch Frühgeburtlichkeit sein.

Da sich in der Schwangerschaft die meisten Antibiotika zur Therapie nicht eignen stehen zwei weitere Therapieansätze im Vordergrund:

  1. Die engmaschige, professionelle Mundhygiene

    Die Zahnzwischenräume werden gewissenhaft gespült und gereinigt. Die Zähne werden mit Polierpasten behandelt und mit Fluorlösungen touchiert, um Karies zu vermeiden.

  2. Die Antimikrobielle Photodynamische Therapie

    Nach Entfernung aller harten und weichen Beläge werden mittels Farbstoff und Laserlicht krankmachende Keime nachhaltig reduziert. ( Details siehe dort )

Schon während der Schwangerschaft können Sie sich über die beste Betreuung der Zähne Ihres Babys informieren.

















Stillen

Es ist für das Wohl des Kindes von unbestrittenem Nutzen wenn es in den ersten Lebensmonaten gestillt wird. Sobald jedoch die ersten Zähnchen kommen ist es Zeit das Kind abzustillen und mit dem Zufüttern zu beginnen.

Muttermilch enthält auch Milchzucker und dieser greift den dünnen Zahnschmelz der kleinen Zähne an und zwar, für die Mutter nicht sofort erkenntlich, an der Innenseite der oberen Frontzähne. Der Saftstrom benetzt beim Saugen zuerst die oberen Frontzähne und greift damit unweigerlich die Zahnsubstanz gaumenseitig an. Da das Kind ja üblicherweise „ad libitum“, also nach Bedarf des Kindes, mehrfach am Tag und in der Nacht gestillt wird kommt es zu Zerstörung der Zähne durch Milchzucker. Der Schmelz blättert in kleinen Stücken ab und zurück bleibt das braun erweichte Innere des Zahnes, kariöses Dentin. Dieses ist hoch sensibel auf Kälte, Wärme, Süßes und mechanische Reize. Das heißt: das Putzen der Zahnreste wird für das Kind schmerzhaft. Ein Teufelskreis beginnt.

Es ist deshalb wichtig das Kind sehr bald zum Zahnarzt mitzunehmen. Er wird schnell erkennen, ob mit den Zähnchen alles in Ordnung ist. Anderenfalls muss sofort gehandelt werden.